Großartige Erfolge feierte das Klarinettenquintett - „Ensemble-Woodwind" (u. a. Bundespreisträger bei Musik in kleinen Gruppen 2002 in Vaduz) bei zahlreichen Konzerten in China. Die 5 Musiker, verbrachten auf einer 12-tägigen Konzerttournee (16.-27.7.2008) durch das Reich der Mitte, wunderschöne und unvergessliche Tage. Auf Einladung der chinesischen Agentur „Wu-Promotion" und mit Unterstützung des Kulturforums in Peking (Ltg. Mag. Gabriele Feigl), konnte das Ensemble Woodwind (Besetzung: Es-Klarinette, 3 B-Klarinetten und Bass-Klarinette), nach einer einstimmenden 3-tägigen Sightseeing Tour in Hongkong, bei 7 Konzerten in vielen Millionenmetropolen Chinas reüssieren. Nach sehr strengen Security-Checks (Sommerolympiade!) bei der Einreise nach China, war die erste Station Dongguan, eine 2 Millionen Stadt mit subtropischem Klima und östlich des Perlflusses gelegen. Unsere Tour-Managerin, Rebecca Xu, hatte alles perfekt vorbereitet und so konnten wir uns auf unser 1. Konzert optimal vorbereiten. 
Als so genannte Kulturbotschafter Österreichs, konnten wir dann am Sonntag, den 20. Juli, mit einem sehr abwechslungsreichen Konzertprogramm, das u.a. von österreichischer Musiktradition geprägt war, das Publikum (ca. 900!) in Dongguan begeistern. In dem riesigen und hochmodernen „Dongguan Yulan Grand Theater"" kamen aber ebenso Bravourstücke wie beispielsweise der „Csárdás" von Monti oder der „Florentiner Marsch" von Fucik zur Aufführung.
Am nächsten Tag ging es per Bus weiter nach Shenzhen, eine moderne Metropole mit über 12 Millionen Einwohnern, die fast genauso schnell wächst wie Shanghai. Abgesehen von Hongkong, ist es die Stadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in China. Es hieß wiederum einchecken, etwas relaxen bzw. Sightseeing und dann fertigmachen für die Probe und Konzert. Auch dieses riesige Konzerthaus (Poly Grand Theater), war wie schon in Dongguan und, wie alle Konzerthäuser auf der ganzen Tour, Superlativ! Unsere nächste Station war Wuhan. Auch hier dasselbe Prozedere - nur mit 1. Inlandsflug: check out, leaving for airport, check in. Wuhan liegt am Zusammenfluss des Jangtse und des Han-Flusses. Das ebene Stadtgebiet, das von zahlreichen Seen geprägt ist, geht in südlicher Richtung in Hügelland über. Das gesamte Verwaltungsgebiet Wuhans hat ca. 9 Millionen Einwohner. Nach erfolgreichem Konzert in Wuhan (Qintai Grand Theatre) war am darauf folgenden Tag um 5.30 Uhr Tagwache und es ging wiederum per Flugzeug weiter in den nördlicheren Teil Chinas nach Dalian. In der Heimatstadt unserer Tourmanagerin, Rebecca, konnten wir noch am Anreisetag eine ausgiebige Sightseeingtour unternehmen. Dalian hat ca. 6 Millionen Einwohner und ist aufgrund seines gemäßigten Klimas einer der beliebtesten Sommerferienorte und der Hafen von Dalian zugleich einer der wichtigsten Marinestützpunkte Chinas. Nach unserem Konzert in der Hafenstadt Dalian, ging es per Flugzeug wieder südöstlich nach Hangzhou, eine 7 Millionen Metropole, ca. 190 km von Shanghai entfernt. Hangzhou hat mit 36 km Länge seit diesem Jahr die längste Überseebrücke der Welt (!). Auch in Hangzhou wieder dasselbe Bild: check in, Sightseeing, Probe und Konzert. Da wir in Hangzhou wieder etwas mehr Zeit für Besichtigungen hatten, konnten wir u.a. auch die größte Attraktion, den „Westsee" (Xihu), näher kennen lernen.
Hangzhou ist vor allem in China auch als Teeanbaugebiet bekannt. Der berühmteste Grüntee Chinas, der Drachenbrunnentee (chin. Lóngjingchá), wird in Hangzhou angebaut. Dieser Tee ist außerhalb Chinas selten zu finden, da die Chinesen ihren besten Tee selbst genießen und nicht exportieren. Außerdem ist Hangzhou auch als „Stadt der Seide" bekannt. Es gibt mehrere Seidenfabriken und auch einen Seidenmarkt. Nach 2 Konzerten am selben Tag (!), die diesmal von einem ehemaligen Orchestermusiker aus Hangzhou moderiert wurden, ging es ins Finale und wir fuhren Tags darauf, ca. 2 Stunden mit dem Zug, in die größte Stadt Chinas, die Stadt die in den Himmel wächst, nach Shanghai: Hochhausgebirge bis zum Horizont, zerschnitten von Schnellstraßen, und Betonstelzen. Kaum ein Bauwerk in der 18,5-Mio.-Stadt (!) am Huangpu ist älter als 15 Jahre. Die Stadt ist ein vibrierendes Industrie-, Handels- und Finanzzentrum. Dem rasanten Aufstieg fallen ganze Altstadtviertel zum Opfer - denn die Stadt mit den gläsernen Hochhausfassaden und mondänen Boutiquen ist das Schaufenster der chinesischen Reformpolitik. Nach einem Besuch der Altsstadt („Chinesenstadt") am frühen Nachmittag, wo sich neben dem Garten Yu Yuan auch ein Basar und Shanghais berühmtestes Teehaus „Huxinting" befindet, ging es nach kurzem Relaxen im Hotel zu unserem letzten großen Konzert in das „Shanghai Oriental Art Center". Ein wunderbares modernes Konzerthaus der Superlative, wo Operaufführungen genauso an der Tagesordnung sind wie Konzerte von weltberühmten Symphonieorchestern (Berliner Philharmonikern...) und Musikern. Im vollbesetzten Kammermusiksaal eroberten wir, vor allem mit unserer österreichischen Musik, die Herzen des Publikums. Die chinesische Nationalhymne und der Radetzky Marsch als Zugaben des zweistündigen Konzertes, brachten uns endgültig Standing Ovations und somit einen wunderbaren Ausklang einer großartigen und einmaligen Konzerttournee.
Das Resümee der 5 Klarinettisten Dr. Friedrich Pfatschbacher (Leiter des Ensembles), DI Adolf Wachter, Jens und Bakk.art. Jörg Eixelsberger sowie Bez. Kap. Mag. Klaus Mühlthaler: Wenn man vom Riesenreich China spricht, dann redet man von einem Kontinent. Hier kann man es durchaus mit dem chinesischen Philosophen Konfuzius halten: „Der Weg ist das Ziel".
|